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Parodontitis

Fragen und Antworten zu Parodontitis

Ist es möglich, dass ich an Parodontitis leide, obwohl ich keinerlei Beschwerden habe?
Die Parodontitis verläuft im Gegensatz zur Karies meist völlig schmerzlos. Es gibt wohl häufig Anzeichen, wie z.B. Zahnfleischbluten. Aber selbst das ist nicht in allen Fällen ein zuverlässiges Symptom. Vor allem bei Rauchern, bei denen die Durchblutung der Mundschleimhaut deutlich reduziert ist, tritt oft trotz schwerer Parodontitis kein merkliches Zahnfleischbluten auf. Schmerzhaft wird die Erkrankung erst dann, wenn Sie schon sehr weit fortgeschritten ist. Dann können sich Vereiterungen (Abszesse) im Kiefer und am Zahnfleisch bilden. Bei starker Lockerung können die Zähne zudem beim Beissen Schmerzen verursachen.

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Ich habe keinen sichtbaren Zahnfleisch-Schwund. Ist es trotzdem möglich, dass ich Parodontitis habe?
Bei der Parodontitis kommt es in jedem Fall zu einem Abbau des Zahnhalteapparates, also Knochen, Fasern und Zahnfleisch. Die Entzündung bewirkt aber gleichzeitig auch eine Schwellung des Gewebes, so dass ein sichtbarer Zahnfleischrückgang meist erst im fortgeschrittenen Stadium auftritt.

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Mein Zahnfleisch geht in letzter Zeit stark zurück. Muss ich nun Angst haben, dass ich an Parodontose leide?
Zahnfleisch-Rückgang kann ein Symptom der Parodontitis sein. In vielen Fällen handelt es sich aber nur um eine sogenannte Zahnfleisch-Rezession, das heisst, das Zahnfleisch geht zurück ohne entzündliche Ursache, z.B. durch eine falsche Putztechnik. In jedem Fall sollte eine Untersuchung erfolgen, damit die Ursache des Zahnfleischschwundes ermittelt wird und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden kann.

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Ich bin starker Raucher und leide an Parodontose. Ist die Behandlung auch beim Raucher erfolgreich möglich?
Starke Raucher, die mehr als 10 Zigaretten am Tag rauchen, leiden weitaus häufiger an Parodontitis als Nichtraucher. Ausserdem ist der Behandlungserfolg oft nicht dauerhaft, wenn der Patient weiter raucht. Es ist daher dringend zu empfehlen, das Rauchen ganz aufzugeben.

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Ist eine Parodontalbehandlung nicht sehr schmerzhaft? Ich habe gehört, dass dabei "alles aufgeschnitten" werden muss.
Alle Parodontalbehandlungen, von der dentalhygienischen Vorbehandlung bis hin zur chirurgischen Therapie, sind mit den üblichen örtlichen Betäubungen völlig schmerzlos. Wenn immer möglich, versuchen wir heute, ganz auf das "Aufschneiden", also auf die chirurgische Behandlung, zu verzichten. Dank moderner Methoden wie z.B. gezielter Antibiotika-Einsatz und Laser, ist die konservative Behandlung (ohne Chirurgie) oft erfolgreich.

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Wird die Behandlung der Parodontitis von der Krankenkasse übernommen?
Die Krankenpflege-Leistungsverordnung des Krankenversicherungs-Gesetzes (KVG) sieht eine Leistungspflicht der Krankenkassen im zahnärztlichen Bereich nur bei angeborenen oder unvermeidlichen Erkrankungen vor. Unter den Parodontalerkrankungen sind als solche nur die seltenen Formen der bei Kindern und Jugendlichen auftretenden präpubertären und juvenilen Parodontitis definiert. Alle anderen Parodontalbehandlungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen.

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Ist Parodontitis heilbar?
Dank der modernen Diagnose- und Therapiemethoden, über die wir heute verfügen, kann die Zerstörung des Zahnhalteapparates in den meisten Fällen gestoppt werden, wenn der Patient gut mitarbeitet (Mundhygiene, Rauchen etc.). In vielen Fällen kann mit regenerativen Techniken auch bereits verlorengegangenes Gewebe wieder aufgebaut werden.

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Ich habe häufig Mundgeruch. Kann das einen Zusammenhang mit meinem Zahnfleisch haben?
Über 90% aller Fälle von Mundgeruch haben eine orale d.h. im Mund befindliche Ursache. Parodontalerkrankungen spielen dabei eine wichtige Rolle, da bei der bakteriellen Zersetzung von Eiweiss-Stoffen in den Zahnfleischtaschen übelriechende Gase freigesetzt werden. Patienten mit Mundgeruch sollten daher zuerst den Zahnarzt aufsuchen.
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