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Implantate

Neue chirurgische Verfahren

Computergeführte Implantation

Digitaler Volumentomograph NewTom

NewTom®: Digitaler Volumentomograph der neuesten Generation - präzise 3D-Bilder bei geringer Strahlenbelastung

Die Computertomographie ermöglicht die Herstellung masstabgetreuer dreidimensionaler Bilder (3-D) des Gesichtsschädels. Mit einer speziellen Software ( Med3D®, NobelGuide® oder Simplant®) ist es nun möglich, am Computerbildschirm virtuell die geeigneten Implantate auszuwählen und in der optimalen Position zu setzen. Empfindliche anatomische Strukturen, wie z.B. Gefühlsnerven, können dabei sichtbar gemacht und geschont werden. Ausserdem kann durch die präzise Darstellung der beim Patienten vorhandene Knochen optimal ausgenutzt werden, was in manchen Fällen einen Knochenaufbau überflüssig macht.

Virtuelle Implantation am Computer 3-D-Schablone

Virtuelle Implantation am Computer und 3D-Schablone

Die bei dieser virtuellen Implantation gewonnenen digitalen Daten werden nun zur Herstellung einer 3-D-Schablone aus Kunststoff oder Titan genutzt. Diese Bohrschablone wird bei der Implantat-Operation im Munde des Patienten eingesetzt. In die Schablone eingelassenen Bohrhülsen führen nun die Knochenbohrer bei der Implantation und sorgen dafür, dass die Implantate genau an die im Computer geplante ideale Position gesetzt werden. Vorteilhaft für den Patienten ist, dass die Schleimhaut oft nicht einmal eröffnet werden muss (Keine Schwellung, kaum Schmerzen nach dem Eingriff). Ein weiterer Vorteil der schablonengeführten Implantation ist die Möglichkeit, bereits vor der Implantation eine passgenaue provisorische Brücke herzustellen. So können wir den Patienten im Idealfall kurz nach der Implantation mit festen, belastungsfähigen Zähnen versorgen und nach Hause entlassen. Um keine falschen Erwartungen zu wecken und im Sinne einer seriösen Information muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass eine computergeführte Schablonenimplantation derzeit nicht in allen Fällen möglich oder sinnvoll ist. Wir wenden diese besonders sichere und schonende Methode immer dann an, wenn sie dem Patienten konkrete Vorteile bringt.

Fallbeispiel aus unserer Praxis

Totalsanierung mit computergeführter Implantologie (Computer Guided Implantology)
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Diese 84-jährige Frau kam mit ihren schlecht sitzenden alten Prothesen nicht mehr zurecht und wünschte eine Beratung über festsitzenden Zahnersatz auf Implantaten. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters wollten wir der Patientin eine möglichst schonende, minimalinvasive Operationstechnik anbieten.

Computergeführte ImplantationComputergeführte ImplantationComputergeführte Implantation

Computergeführte Implantation

Zunächst wird eine Computertomographie mit im Ober- und Unterkiefer eingesetzten Röntgenschablonen angefertigt (digitale Volumentomographie DVT mit besonders geringer Strahlenbelastung), um den vorhandenen Knochen dreidimensional analysieren zu können. Die Auswertung dieser Aufnahmen ergibt ein ausreichendes Knochenvolumen für eine Sofort-Implantation ohne Knochenaufbau gemäss der All-On-Four®-Methode.

Die Planung der optimalen Positionierung der Implantate im Knochen sowie die Festlegung von Implantatdurchmesser und -länge erfolgt nun virtuell am PC mithilfe der Med3D®-Software. Die dabei gewonnenen digitalen Daten werden an ein spezialisiertes Dentallabor übermittelt, das in die Röntgen-Schablonen hochpräzise Führungshülsen einbaut, die bei der Implantation die Aufgabe haben, Bohrungen und Implantate exakt in die zuvor geplante, korrekte Position zu führen.

Computergeführte ImplantationComputergeführte Implantation

Nun kann der Eingriff in örtlicher Betäubung durchgeführt werden: Die noch vorhandenen Stiftzähne werden entfernt. Dann werden die Schablonen im Mund fixiert und die Implantatbohrungen erfolgen durch die Führungshülsen, anschliessend werden die Implantate ebenfalls mithilfe der Schablone in die vorgesehene Position eingesetzt. Der grosse Vorteil bei der geführten Implantologie ist, dass es nicht mehr notwendig ist, vorgängig die Schleimhaut mit dem Skalpell zu eröffnen und den Knochen grossflächig freizulegen. Da die am Computer geplante Implantatposition von vorneherein feststeht, können die Bohrungen minimalinvasiv durch die geschlossene Schleimhaut erfolgen und die Implantate in die Bohrlöcher eingeführt werden. Gemäss der All-On-Four-Methode werden pro Kiefer vier Implantate gesetzt.

Computergeführte ImplantationComputergeführte Implantation

Computergeführte ImplantationComputergeführte Implantation

Die Dauer des Eingriffs verkürzt sich dadurch erheblich auf ca. 45 Minuten pro Kiefer. Die sonst üblicherweise nach grösseren Implantat-Operationen zu beobachtende Schwellung und Schmerzen fehlen praktisch vollständig, es kommt auch nicht zu Blutungen oder Blutergüssen.

Da die Implantatpositionierung bereits präoperativ (vor der Operation) festgelegt wird, kann der Zahntechniker schon vor der Implantation provisorischen Zahnersatz herstellen. Diese Brücken werden unmittelbar nach der Operation fest auf die Implantate verschraubt (Sofortbelastung).

Die Patientin verlässt unsere Praxis mit festsitzendem Zahnersatz auf Implantaten. Die definitiven All-On-Four-Brücken werden nach drei Monaten angefertigt.

Computergeführte ImplantationComputergeführte Implantation

Computergeführte Implantation Computergeführte Implantation

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Piezo-Chirurgie

Piezo Chirugie Gerät

Die Piezochirurgie ist ein neuartiges, von Prof. Tomaso Vercellotti entwickeltes knochenchirurgisches Verfahren, das gerade auch für die Implantologie neue Horizonte eröffnet. Speziell entwickelte grazile Hartmetallinstrumente werden mit Ultraschall in hochfrequente Schwingungen versetzt und sind in der Lage, Knochen auf extrem schonende und atraumatische Weise zu durchtrennen. Der grosse Vorteil der Piezochirurgie gegenüber den bisher vorherrschenden bohrenden und sägenden knochenchirurgischen Instrumenten ist ihre Selektivität. Das heisst, Knochen wird mühelos durchtrennt, Weichgewebe (z.B. Nerven, Blutgefässe oder Schleimhaut) bleibt hingegen unbeschädigt, selbst wenn es direkt mit der Instrumentenspitze in Berührung kommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass es bei der Piezochirurgie praktisch keine Blutungen gibt, der Knochen nicht traumatisiert wird und die Wundheilung daher viel besser ist. Wir setzen diese innovative Technik hauptsächlich bei der Entnahme von Knochentransplantaten, beim Sinuslift und bei allen Operationen ein, bei denen die Gefahr besteht, Nerven oder Blutgefässe zu verletzen.
Weitere Informationen über Piezochirurgie

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PRP: Wachstumsfaktoren aus Eigenblut

Um die für den Patienten oftmals unbequeme Einheilphase (provisorische Prothese) nach der Implantation zu verkürzen, gehen die neuesten Entwicklungen in der Implantologie dahin, durch Zufuhr von Faktoren, die das Knochenwachstum stimulieren, die Integration der Implantate in den Knochen zu beschleunigen.

Das aus Eigenblut gewonnene Thrombozytenkonzentrat PRP (Platelet Rich Plasma) enthält neben den Blutplättchen (Thrombozyten) eine Vielzahl von Wachstumsfaktoren in hoher Konzentration. Diese führen zu einer guten Knochenregeneration und verhelfen Risikopatienten (z.B. Diabetiker, Raucher) zu einer schnellen und sicheren Wundheilung. In unserer Praxis kommt zur Gewinnung des PRP das automatisierte PCCS-Gerät der Firma 3i zum Einsatz, das nur 60 ml Eigenblut zur Herstellung eines Konzentrates benötigt.

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Zygoma-Implantate

Zygoma Implantate

Zygoma-Implantate sind eine interessante Alternative zu Knochentransplantationen im Falle von starkem Knochenabbau im zahnlosen Oberkiefer. Spezielle sehr lange (ca. 50mm) Implantate werden im Jochbein (lateinisch: Os zygomaticum) verankert und dienen zur Abstützung einer festen Implantatbrücke. Das Knochenvolumen des Jochbeins bleibt auch im Fall von Knochenschwund im Kieferbereich ziemlich stabil. Es können entweder zwei bis vier normale Implantate im vorderen Bereich mit zwei Zygoma-Implantaten kombiniert werden, oder es kommen vier Zygoma-Implantate (zwei auf jeder Seite) zum Einsatz. Die feste auf den Implantaten verschraubte Brücke wird dann nach dem All-On-4 Konzept hergestellt. Beim hochgradigen Knochenschwund im Oberkiefer sind Zygoma-Implantate die einzige Möglichkeit, festsitzenden Zahnersatz ohne umfangreiche Knochentransplantate zu realisieren. Operationsbelastung und -risiko sind dabei weitaus geringer als bei grossen Knochenaufbauten. Weitere Vorteile sind durch die mögliche Sofortbelastung der Implantate drastisch verkürzte Behandlungszeiten sowie erheblich günstigere Kosten, da kein Knochentransplantat und keine stationäre Aufnahme erforderlich ist.

Fallbeispiel aus unserer Praxis

Zygoma Implantat.
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Zygoma-Implantat Zygoma-Implantat Zygoma-Implantat

Diese 56-jährige Patientin konsultierte uns, weil sie gravierende Probleme mit ihrer schlecht sitzenden, herausnehmbaren Oberkiefer-Prothese hatte. Röntgenbild und Computertomographie zeigten einen massiven Knochenschwund (Atrophie) des Oberkiefers, so dass eine Versorgung mit Implantaten vorgängig einen grossen Knochenaufbau erfordert hätte. Für dieses Knochentransplantat hätten wir Knochen aus dem Beckenkamm (Hüfte) entnehmen müssen. Diese Prozedur ist für den Patienten ziemlich belastend: Nach der Knochentransplantation muss er einige Tage stationär im Spital verbringen und leidet in den ersten Wochen nach dem Eingriff oft an Gehbeschwerden durch die Knochenentnahme aus der Hüfte. Ausserdem muss er in der Anfangsphase ganz auf provisorische Prothesen verzichten, um die Einheilung des transplantierten Knochens nicht zu gefährden. In den ca. neun Monaten danach kann dann lediglich eine herausnehmbare provisorische Vollprothese getragen werden. Erwähnt werden muss auch, dass die Misserfolgsquote bei grossen Knochentransplantaten mit ca. 15-20 % relativ hoch ist.

Aus diesem Grund entschied sich die Patientin nach ausführlicher Beratung für eine Versorgung mit Zygoma-Implantaten. In einem ambulanten Eingriff in Vollnarkose haben wir die Restzähne im Oberkiefer entfernt und vier auf jeder Seite zwei stabil im Jochbein verankerte Zygoma-Implantate gesetzt. Bereits am ersten Tag nach der Operation konnten wir eine provisorische Brücke fest auf den Implantaten verschrauben (Sofortbelastung). Drei Monate danach wurde dann die definitive prothetische Versorgung vorgenommen (siehe untenstehende Bilder).

Zygoma-Implantat Zygoma-Implantat Zygoma-Implantat

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