Implantate
Einzelzahn-Implantate
Inhaltsangabe
Themen auf dieser Seite:
Wenn einzelne Zähne fehlen und durch Implantate ersetzt werden, so spricht man von einem Einzelzahn-Implantat. In der Vergangenheit wurden Einzelzahnlücken meist durch Brücken geschlossen. Das dabei unabdingbare starke Beschleifen der Nachbarzähne ist vor allem bei gesunden, kariesfreien Zähnen nicht unbedenklich. Die Folge ist manchmal ein Absterben der Zahnpulpa (Nerv), was dann eine Wurzelbehandlung nach sich zieht. Auch führen die Kronenränder nicht selten zum Rückgang des Zahnfleischrandes mit unästhetischen Resultaten.
Früher die Regel: Ein fehlender Frontzahn wird nach Beschleifen der Nachbarzähne durch eine Brücke ersetzt. Heute wird eher ein Implantat zum Ersatz des fehlenden Zahnes bevorzugt.
Beim Einzelzahnimplantat wird der fehlende Zahn durch ein Implantat ersetzt, das an die Stelle der verlorengegangenen Zahnwurzel gesetzt wird. Während der Einheilphase von meist wenigen Wochen bleibt das Implantat unbelastet unter der Schleimhaut. Der Patient trägt während dieser Zeit einen provisorischen Zahnersatz, der herausnehmbar oder festsitzend (z.B. Klebebrücke) sein kann. Nach der Freilegung des Implantats und Abdrucknahme wird dann die im Labor hergestellte Krone auf dem Implantat befestigt. Wenn ein Zahn gezogen werden muss, kann die Implantation auch problemlos gleichzeitig mit der Extraktion (Zahn ziehen) erfolgen, man spricht dann von einem Sofortimplantat. Dies erspart dem Patienten einen zusätzlichen Eingriff und ist heute normaler Standard. Nur in Ausnahmefällen, wie z.B. bei akuten Infektionen, ist es besser, den infizierten Zahn zuerst zu entfernen und das Implantat erst dann zu setzen, wenn die Entzündung ausgeheilt ist. Wird das Implantat sofort nach der Implantation mit einer fest darauf verschraubten provisorischen Krone versorgt, nennt man das Sofortbelastung. Diese Vorgehensweise ist für den Patienten natürlich besonders komfortabel, weil er die Praxis mit festem Zahnersatz verlässt und keine provisorischen Brücken oder Prothesen benötigt. Allerdings ist eine Sofortbelastung nicht in allen Fällen möglich oder ratsam und der Implantologe braucht viel Erfahrung, um im Einzelfall die Vorteile der Sofortbelastung gegen mögliche Risiken abzuwägen.
Fallbeispiel I aus unserer Praxis
Einzelzahn-Implantate.
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Unsere 27-jährige Patientin S.G. war mit ihrer Frontzahnästhetik unzufrieden: Von Geburt an fehlten ihr die beiden seitlichen Schneidezähne (Nichtanlage), rechts war noch der entsprechende Milchzahn vorhanden, während links der Eckzahn die Position des fehlenden Zahnes eingenommen hatte und der Milcheckzahn dahinter stand. Als störend wurden vor allem die Zahnlücken und der asymmetrische Zahnfleischverlauf empfunden. Die beiden Milchzähne wurden entfernt und mit Implantaten ersetzt. Der Zahnfleischverlauf wurde durch chirurgische Kronenverlängerung harmonisiert. Nach vorgängigem Bleaching haben wir dann die Implantate mit Vollkeramikkronen und die benachbarten Frontzähne mit Keramik-Veneers versorgt. Die Implantatkronen sind von den natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden.
Fallbeispiel II aus unserer Praxis
Einzelzahn-Implantate.
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Die 48-jährige Patientin Maria C. hatte vor einigen Jahren infolge eines Unfalls beide mittleren Schneidezähne verloren und trug seitdem eine herausnehmbare Klammerprothese. Da sie mit ihrem Aussehen und dem Halt der Prothese unzufrieden war, wandte sie sich wegen einer Implantatbehandlung an uns. Durch den Unfall und die lange Zeitspanne ohne Zähne war leider schon viel Knochen verlorengegangen.
Nach Knochen- und Zahnfleischaufbau und Einsetzen von zwei Implantaten wurden alle vier Schneidezähne mit Vollkeramikkronen versorgt. Die natürliche Ästhetik der Frontzähne ist wiederhergestellt.
Die Alternative zum Einzelzahnimplantat ist auch heute noch die von den Nachbarzähnen getragene herkömmliche Brücke. Sie kommt vor allem dann in Betracht, wenn die Zähne neben der Lücke bereits überkront sind, grossflächige Füllungen aufweisen oder kariös sind und ohnehin einer Behandlung durch Überkronung bedürfen. Bei kariesfreien, gesunden Zähnen wird heute ganz klar die Implantatlösung bevorzugt, die ohne das Abschleifen der Zähne auskommt. Die Kosten einer dreigliedrigen Brücke entsprechen ungefähr denjenigen eines einfachen Einzelzahnimplantates mit Krone.
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| Vorteile Brücke | Vorteile Implantat |
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| Nachteile Brücke | Nachteile Implantat |
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Implantate für grössere Lücken (teilbezahnte Kiefer)
Fehlen mehrere Zähne, so spricht man vom teilbezahnten Kiefer. Solche grösseren Zahnlücken konnten früher oftmals nur mit herausnehmbaren Teilprothesen geschlossen werden, wenn eine Brückenversorgung nicht mehr möglich war. Die herausnehmbare Prothese bedeckt teilweise den Gaumen und kann bei empfindlichen Patienten die Aussprache beeinträchtigen oder Würgereiz auslösen. Mit Implantaten kann die Lücke mit einer implantatgetragenen festsitzenden Brücke geschlossen werden, ohne herausnehmbare Prothesen und ohne gesunde Nachbarzähne abschleifen zu müssen. Ästhetik und Kaukomfort sind bei Implantatbrücken im Gegensatz zu den herausnehmbaren Klammerprothesen hervorragend.
Prothetik früher
Fehlende Zähne im Ober- und Unterkiefer sind mit herausnehmbaren Klammerprothesen ersetzt (Modellguss-Prothese). Diese decken den Gaumen teilweise ab und können höhere Ansprüche an Kaufunktion und Ästhetik nicht erfüllen.
Prothetik heute
Ersatz der Unterkiefer-Seitenzähne beidseits mit natürlich aussehenden, festsitzenden Keramik-Brücken und Kronen auf Implantaten.
| Vorteile Prothese | Vorteile Implantatbrücke |
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| Nachteile Prothese | Nachteile Implantat |
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Kapitelübersicht: Implantate
- Implantate Übersicht
- Was ist ein Implantat?
- Einzelzahnimplantat
- Implantate im zahnlosen Kiefer
- Knochenaufbauten
- Neue chirurgische Verfahren
- Sofortimplantate
- Risiken und Komplikationen bei Dental-Implantaten
- Kosten von Implantat-Behandlungen
- Fragen und Antworten zu Zahnimplantaten
Den gesamten bebilderten Text Mehr Lebensqualität mit Zahnimplantaten herunterladen:
Mehr Lebensqualität mit Zahnimplantaten (pdf 2 MB, eventuell längere Ladezeit)












