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Ästhetische Zahnmedizin

Die rote Ästhetik: Schöneres Zahnfleisch für schöne Zähne

Ein schönes Lächeln entsteht aus einem harmonischen Miteinander von Zähnen und Zahnfleisch. Abweichungen von der Norm wie z.B. ein deutlich sichtbarer Zahnfleischrückgang (Rezession) oder zu viel sichtbares Zahnfleisch (Gummy Smile) können eine empfindliche Verschlechterung des kosmetischen Gesamtbildes bedeuten. Mit mikrochirurgischen Techniken gelingt es heute in vielen Fällen, Abhilfe zu schaffen.

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Zahnfleischrezession: Wenn das Zahnfleisch zurückgeht

Unter Zahnfleischrezession oder Gingiva-Rezession versteht man einen lokalisierten Zahnfleischschwund. Dieser Zahnfleischrückgang wird durch besonders dünnes, empfindliches Zahnfleisch begünstigt und oft auch durch falsches Zähneputzen mit zu harten Bürsten verursacht. Im Gegensatz zur Parodontitis ist der Zahnfleischschwund bei der Rezession nicht entzündungsbedingt. Die Behandlung der Rezession erfolgt durch mikrochirurgischen Zahnfleischaufbau mit und ohne Zahnfleischtransplantaten.

Rezession an einem Eckzahn

Zahnfleischrezession an einem unteren Eckzahn. Defektdeckung mit Zahnfleisch-Transplantat

Rezession an einem Eckzahn

Eine Rezession am Eckzahn vor und nach Zahnfleischaufbau

Gummy Smile: Auch zuviel Zahnfleisch kann störend wirken

Zuviel Zahnfleisch, der sogenannte Gummy-Smile

"Gummy Smile" vor und nach mikrochirurgischer Kronenverlängerung und Behandlung mit Keramik-Veneers

"Gummy Smile" ist der englische Fachausdruck für "Zahnfleischlächeln". Beim Gummy Smile zeigt der Patient beim Lächeln unverhältnismässig viel Zahnfleisch, was oft als ästhetisch störend empfunden wird. Mehrere Ursachen sind möglich: Oft bedeckt das Zahnfleisch einen zu grossen Anteil der Zahnkronen und lässt sie zu kurz erscheinen. Manchmal liegt auch eine zu kurze Oberlippe oder ein zu langes Mittelgesicht vor. In vielen Fällen kann die ästhetische Parodontalchirurgie Abhilfe schaffen. Mit dem Laser wird das überschüssige Gewebe schonend und schmerzfrei entfernt und eine harmonische Zahnform wiederhergestellt.

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Zahnfleischrückgang bei Parodontitis

Bei fortgeschrittener Parodontitis mit Knochenschwund kommt es zu sichtbarem Rückgang des Zahnfleisches. Die dadurch verursachten ästhetischen Probleme können mitunter gravierend sein: Zwischen den Zähnen werden unschöne schwarze Dreiecke sichtbar, zudem stören die zu langen Zähne und die freiliegenden braunen Wurzelanteile. Dazu kommen gelegentlich phonetische Behinderungen (Störung der Aussprache) da die Luft ungehindert zwischen den Schneidezähnen hindurchtritt.

Falls bereits zu viel Knochen verloren gegangen ist, kann man mit einem chirurgischen Zahnfleischaufbau meist keine verlässlichen Resultate mehr erzielen. In vielen Fällen können die "schwarzen Löcher" jedoch durch eine Versorgung mit entsprechend gestalteten Keramikkronen oder Veneers geschlossen werden.

Fallbeispiel 1:

49-jähriger Patient mit ausgeheilter Parodontitis. Die durch den Geweberückgang entstandenen schwarzen Löcher zwischen den Zähnen störten den Patienten sehr. Da ein chirurgischer Gewebeaufbau nicht mehr möglich war, konnte mit entsprechend geformten Vollkeramik-Kronen eine akzeptable Lösung geschaffen werden.

Fallbeispiel 2:

54-jährige Patientin mit ausgeheilter schwerer Parodontitis. Einige Zähne mussten mit Implantaten ersetzt werden. Die erheblichen Gewebsdefekte konnten wir teilweise mit Zahnfleischaufbauten (Transplantate) decken, eine prothetische Totalsanierung mit Vollkeramikkronen sorgt für ein ansprechendes Gesamtergebnis.

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Zahnfleischmaske: Die abnehmbare Lösung

Bei grossen Zahnfleischdefekten, z.B. infolge einer fortgeschrittenen Parodontitis, ist eine  herausnehmbare Zahnfleischmaske oft die einzige Lösung. Nach Abdrucknahme wird im zahntechnischen Labor aus Kunststoff eine hauchdünne zahnfleischfarbene Maske angefertigt, die den Zähnen ganz präzise anliegt. Der Tragekomfort dieser Zahnfleisch-Maske, (auch "Epithese" genannt), ist für den Patienten sehr gut. Auch werden Ästhetik und Phonetik (Aussprache) entscheidend verbessert. Zur Zahnreinigung kann die Maske einfach herausgenommen und anschliessend wieder eingesetzt werden.

Starker Zahnfleischschwund infolge fortgeschrittener Parodontitis. Durch entsprechende Behandlung konnte die Parodontose zwar gestoppt werden, ein Aufbau des verloren gegangenen Gewebes war allerdings nicht mehr möglich. Die Patientin litt unter der kosmetischen Beeinträchtigung und beklagte ausserdem eine gestörte Aussprache durch den Luftdurchtritt zwischen den Schneidezähnen. Mit einer herausnehmbaren Zahnfleischmaske konnten wir das Problem zur Zufriedenheit der Patientin lösen.

In besonders schweren Fällen von Knochen- und Zahnfleischschwund ist eine funktionelle und ästhetische Wiederherstellung nur mit implantatgetragenem Zahnersatz möglich

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